UNSER HAUS

Haus Rosa-Luxemburg-Straße 40

In diesem Haus wohnte vom 1.Mai 1934 bis zum 25.April 1935 KONRAD ADENAUER.
1917-1933 Oberbürgermeister von Köln, 1921-1933 Präsident des Preußischen Staatsrates.
Aus beiden Ämtern im Jahre 1933 von den Nationalsozialisten entlassen.
1949-1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
(Inschrift der Gedenktafel am Haus Rosa-Luxemburg-Straße 40 in Potsdam Babelsberg)

"Wir wohnen sehr ruhig und fernab von allem in Neubabelsberg" - so schreibt Konrad Adenauer noch Anfang Juni 1934 in einem Brief aus seinem Domizil in der Augustastraße (heute Rosa-Luxemburg-Straße). Doch schon Ende des Monats wird er dort von einem Gestapo-Beamten verhaftet. Einige Tage später kehrt er nach Haft und Verhören zurück. Danach beginnt er, für sich und seine Familie die Rückkehr ins Rheinland zu betreiben. Das Haus wurde 1923 erbaut. Bauherr war Paul Wiener, ein jüdischer Möbelfabrikant, Architekt Jean Krämer, der später in Berlin für die Straßenbahngesellschaft in expressionistischem und neusachlichem Stil u.a. Betriebsbahnhöfe mit integrierten Wohnanlagen baute.

Unmittelbar nach der Kapitulation Deutschlands 1945 wird das Haus bis 1949 Sitz der russischen Kommandatur. In den fünfziger Jahren beherbergte es das Internat der Schule für Richter, später die Forstverwaltung des Bezirkes Potsdam/DDR.

Die Galerie BAUSCHER eröffnete ihre Räume in diesem geschichtsträchtigen Haus im November 1993. Über drei Etagen verteilt, werden pro Jahr vier bis sechs Ausstellungen gezeigt.